Es geht voran?

Puh - was ist das für eine wilde Zeit!?

Ich habe selten so viele Wechselbäder der Gefühle miterlebt - ok zu Zeiten der Maueröffnung war es noch chaotischer, aber für mich und meine Branche herrscht derzeit eine unendliche Unsicherheit und die können diverse (von der Ausführung selbiger reden wir hier nicht!) Unterstützungsfonds auch nicht auffangen.

Ich versuche stets den Blick auf das Positive zu halten - Zeit, mich wieder darauf zu besinnen was ich vorwärts- und weitergebracht habe in meinem Künstlerinnen- und dem Fair(e)Art-Leben.

Ich habe es tatsächlich geschafft mich eingehender mit digitaler Technik auseinanderzusetzen. Ich habe einige großartige Netzwerke gefunden und neue Projekte auf den Weg gebracht. Das zeigt mir, dass selbst in Krisenzeiten eine Weiterentwicklung möglich ist. Kreativ war und bin ich immer und neue Ideen und Projekte zu entwerfen fällt mir nicht schwer.

Das hat mir in meinem Leben schon sehr oft geholfen und bringt mich stets einen Schritt weiter. Nun müssen diese Projekte noch auf ihre Fairness- und Umsetzungstauglichkeit geprüft werden.

Auch neu ist, dass ich das erste Mal mit einem größeren Team arbeite - auch da mache ich neue Erfahrungen. Manche Prozesse brauchen einfach länger und Geduld ist nicht immer meine Stärke. Ich besinne mich also auf meine Atemtechniken und die Tatsache, dass das einzige was mich stresst ich selber und mein Anspruch sind. Ein gutes Projekt wird sich durchsetzen, egal wie lange es braucht und egal wie viel Mitbewerb es gibt. Ich bin der Ansicht, wenn Inhalt und Wirkung übereinstimmen sich eine Sogwirkung auf Publikum und KundInnen ergibt. Es ist dann "stimmig" und wir befinden uns im "Flow" und es ist keine Anstrengung mehr zu verkaufen oder gesehen zu werden. Es muss halt nur stimmig sein als Ganzes.

Dieser Prozess braucht seine Zeit.

Ich habe mich in dieser Zeit auch von einigen Projekten losgesagt - manchen fühle ich mich entwachsen, bei manchen herrschte Stillstand (auf zu lange Zeit) oder sie fühlten sich einfach falsch an - auch das war gut -

ein KünstlerInnenfrühjahrsputz. Ausmisten all der Dinge, die nicht mehr passend sind.

Kennen Sie dies Gefühl der Befreiung danach? Oder auch die Angst davor, ob das der richtige Schritt ist?

Das werde ich Ihnen in ein paar Monaten erzählen, denn dann werd ich es selber wissen...

Bis dahin, alles Liebe!

 

PS: Haben Sie schon mal einen Frühjahrsputz in Ihren Projekten durchgeführt? 

Hat es Ihnen etwas gebracht? Und wie hat es sich angefühlt?